Gute Spionage, böse Spionage?

Kaum ein Flugzeug versinnbildlicht das gegenseitige Belauern der Supermächte in der Zeit des Kalten Kriegs so sehr wie der Aufklärer Lockheed U2. Im Mai 1960 war der Abschuss eines solchen US-Spionageflugzeugs tief sowjetischen Luftraum Auslöser für eine schwere Krise zwischen Moskau und Washington. Auch heute, über fünfzig Jahre nach dem Erstflug des Typs, sind die U2 der US Air Force im Dienst – und begleiten weiterhin Konflikte.

Ende Juli forderte die Volksrepublik China, die USA sollten ihre Aufklärungsflugzeuge speziell mit diesem Flugzeugtyp entlang der chinesischen Festlandsküste unterlassen, sie stünden der gegenseitigen Annäherung im Weg. Nach taiwanesischen Angaben hätten chinesische Abfangjäger im Juni versucht, eine U2 abzufangen, und seien dabei in Luftraum Taiwans eingedrungen. Die USA hingegen versichern, die Aufklärungsflüge finden in internationalem Luftraum statt, man werde weiter daran festhalten.

Zur völkerrechtlichen Lage von Spionage und Aufklärung, vom Ende des Kalten Krieges kaum beeinflusst, lesen Sie ab Seite 73 im aktuellen ADLAS.

(Foto: http://www.patricksaviation.com)

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