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Call for Paper für das kommende Heft

»Deutschlands Rolle in der Welt«

Die erste Jahreshälfte 2017 war politisch turbulent: Donald J. Trump übernahm die Amtsgeschäfte im Weißen Haus und stellt seither mit seinem Teils erratisch wirkenden Regierungsstil transatlantische Gewissheiten in Frage. Nicht nur angesichts der prognostizierten Gewinne rechtspopulistischer Parteien wurden daher auch die Wahlen bei unseren Nachbarn in Frankreich und den Niederlanden mit einer Spannung wie selten zuvor verfolgt.
Doch insbesondere dem neuen Präsidenten Frankreichs, Emanuel Macron, gelang es im Wahlkampf, eine positive und zukunftsgewandte Vision von Europa zu entwerfen und damit eine neue Begeisterung für das Projekt Europa zu entfachen. Nun drängt der dynamische Politstar auf schnelle und umfassende Reformen – auch und gerade in der EU. Geschlossen zeigt sich diese jedoch nur  in der Frage, wie der Brexit funktionieren soll, den Premierministerin Theresa May nun ohne die erhoffte Mehrheit im britischen Parlament aushandeln muss. Ganz im Gegensatz dazu stellt sich die Frage der Flüchtlingsverteilung dar, welche in der EU noch immer nicht neu verhandelt werden konnte. Währenddessen werden Russland und die Türkei immer schwierigere Verhandlungspartner.
Gleichzeitig zeigen zahlreiche Terroranschläge in europäischen Großstädten erneut, wie schwierig die grenzübergreifende Bekämpfung des islamistischen Terrorismus immer noch ist. Die Terroranschläge sind auch direkte Folge von Entwicklungen außerhalb des Kontinents: In Syrien geht der Krieg ohne Hoffnung auf ein baldiges Ende mittlerweile in das sechste Jahr und auch der Islamische Staat konnte noch nicht endgültig besiegt werden. Zugleich mehren sich Stimmen, Mali könnte für Deutschland das nächste Afghanistan werden.
Angesichts dieser nahen Krisen wird hierzulande dann kaum noch zur Kenntnis genommen, dass sich auch auf der koreanischen Halbinsel oder im Südchinesischen Meer oder etwa in der Arktis die politischen Gemüter derzeit eher erhitzen als wieder abzukühlen.

Soweit die weltpolitische Lage. Doch was bedeutet das alles für Deutschland? Vermutlich vor allem eines: seine außen- und sicherheitspolitische Bedeutung für Europa und die Welt wird weiter wachsen. Bei vielen Staaten erweckt Deutschland derzeit allerdings eher den Eindruck, dass es sich dieser Verantwortung gar nicht so recht stellen möchte. Spätestens die nächste Bundesregierung wird sich jedoch positionieren müssen: Was sind Deutschlands Werte und Interessen in diesen Zeiten und wie will Deutschland diese durchsetzen? Welchen Einfluss will Deutschland wo und mit welchen Mitteln auf das internationale Geschehen ausüben? Auf welche Strukturen will es dabei zurückgreifen und wie kann oder muss man diese gegebenenfalls reformieren?

Die anstehenden Bundestagswahlen am 24. September 2017 bieten dabei einen besonders guten Anlass, um die sicherheitspolitische Debatte zu führen und von den Protagonisten der Politik Antworten zu fordern. Für die kommende Ausgabe des ADLAS suchen wir daher wieder nach Studierenden und Promovierenden, die dies mit uns mit einem eigenen Beitrag, Kommentar oder Interview in Angriff nehmen wollen.

Interesse? Dann meldet Euch bei uns!

Einige Anregungen zu möglichen Themen:

Deutsche Sicherheitspolitik 2017 – Interessen, Werte & Mittel

Deutschland in Mali – Das neue Afghanistan?

Bundestagswahl 2017 – Programme, Visionen und Erwartungen

Vor dem Brexit ist nach dem Brexit – Wie weiter mit Großbritannien und EU?

Auf Abwegen – Erdoğan und das angespannte Verhältnis zu Deutschland

Populismus in Europa – Was bedeuten die Wahlergebnisse in Frankreich und den Niederlanden für die Wahlen in Deutschland?

»Riesige Summen« an NATO-Schulden? – Das deutsch-amerikanische Verhältnis seit Trump

Putin und die Fake News – Welchen Einfluss hat Russland auf deutsche Medien?

Neue Deutsch-Französische Allianz? – Wie Macron Europa einigen will

Terrorismus in Europa – Zwischen Abwehr und Panikmache

Konflikte auf See – Chinas Kampf um das Südchinesische Meer

sí o no – das katalanische Unabhängigkeitsreferendum im Oktober 2017

Trump und das Klima – Wie geht es nach dem Ausstieg aus dem Pariser Abkommen weiter?

INTERESSE?

Wenn Ihr Euch von den Themenvorschlägen angesprochen oder herausgefordert fühlt, oder ein eigenes Thema entwickeln möchtet, dann meldet Euch bitte so früh wie möglich unter adlas@sicherheitspolitik.de bei uns. So können wir Dopplungen vermeiden und Euch mit weiteren Ideen unterstützen. Ihr habt Interesse, aber noch keine Erfahrung im essayistischen und journalistischen Schreiben? Kein Problem. Unsere engagierten Redakteurinnen und Redakteure stehen Euch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Wenn Ihr außerdem noch Mitstudierende kennt, die Lust und Zeit haben, auch einmal einen ADLAS-Beitrag zu schreiben, leitet diese Ausschreibung gerne weiter.

UMFANG

Der Umfang Eures Beitrags sollte bei mindestens 4.000 Zeichen liegen und 10.000 Zeichen nicht überschreiten (jeweils inklusive Leerzeichen).

REDAKTIONSSCHLUSS

Deadline für das Einreichen der Beiträge ist der 20. August 2017.

REDAKTIONSPROZESS

Für die jungen wissenschaftlich Schreibenden unter Euch wird unser Redaktionsprozess etwas Neues sein. Wir prüfen Eure Texte auf Inhalt, Sprache und Stil – wobei der Inhalt das Entscheidende ist, im ADLAS veröffentlich zu werden; an Sprache und Stil feilen wir zusammen mit Euch. Das heißt auch, dass in der Regel die Textarbeit mit dem Redaktionsschluss noch nicht abgeschlossen ist. Wir empfehlen Euch, unsere Autorenhinweise und Schreibtipps in Ruhe zu lesen (die bekommt Ihr nach Kontaktaufnahme von uns). Sie erklären Euch die Methoden, die wir mit Euch anwenden wollen, damit Eure Beiträge auch bei möglichst vielen Leserinnen und Lesern Beachtung finden. Dieser Prozess dauert seine Zeit, lohnt die Mühe aber für beide Seiten: Ihr erlebt bei uns einen Schreib-Workshop; wir lernen über Euch neue, spannende Themen kennen.

KONTAKT

Unter adlas@sicherheitspolitik.de steht Euch das Redaktionsteam für Nachfragen oder weitere Auskünfte immer gern zur Verfügung.

Mit vielen Grüßen Eure ADLAS-Redaktion!

 

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